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Clearing

Orientierung schaffen. Passende Hilfen finden.

Ambulantes Clearing in unklaren oder belastenden Lebenssituationen.

Ein Clearing kommt zum Einsatz, wenn ein Hilfebedarf erkennbar ist,
aber noch nicht eindeutig feststeht, welche Unterstützung für die
weitere Entwicklung passend und notwendig ist.

Das ambulante Clearing versteht sich als zeitlich befristete
Orientierungsdiagnostik. Gemeinsam mit den Beteiligten verschaffen
wir uns einen möglichst umfassenden Blick auf die aktuelle
Lebenssituation, vorhandene Belastungen, Ressourcen, familiäre und
soziale Zusammenhänge sowie mögliche weitere Hilfebedarfe.

Unsere Schwerpunkte

Aktuelle Lebenssituation erfassen
Belastungen erkennen
Ressourcen sichtbar machen
Hilfebedarfe einschätzen
Familiäre und soziale Zusammenhänge verstehen
Kommunikationsmuster einordnen
Perspektiven entwickeln
Passende Hilfen empfehlen

Ziel des Clearings ist eine fachlich nachvollziehbare Einschätzung
und eine Empfehlung für eine möglichst passgenaue weitere Hilfe.

Beobachten, verstehen und gemeinsam einordnen

Im Mittelpunkt steht eine differenzierte Betrachtung der aktuellen
Situation. Dabei werden unter anderem der Ist-Zustand, die
Lebenssituation, familiäre und soziale Netzwerke, vorhandene
Ressourcen sowie bisherige Verhaltens- und Kommunikationsmuster
berücksichtigt.

Die Beteiligten werden aktiv in den Clearingprozess einbezogen.
Neben fachlicher Beobachtung und Einschätzung geht es darum,
vorhandene Stärken sichtbar zu machen, Belastungen zu verstehen
und gemeinsam tragfähige Perspektiven zu entwickeln.

Methodisches Vorgehen

Je nach Auftrag und individueller Situation können unterschiedliche
pädagogische und diagnostische Methoden zum Einsatz kommen.
Dazu gehören unter anderem Anamnese- und Einzelgespräche,
Familiengespräche, Gespräche mit Bezugspersonen und beteiligten
Institutionen sowie die Betrachtung sozialer Netzwerke.

Ergänzend können beispielsweise Genogrammarbeit,
Verhaltensbeobachtungen, Videoanalysen, standardisierte
diagnostische Verfahren, Reflexionsgespräche sowie strukturierende
Methoden wie Rituale oder gemeinsam entwickelte Pläne eingesetzt
werden.

Durchführung

In der Regel durch psychologische bzw. therapeutische
und sozialpädagogische Fachkräfte
Zeitrahmen

In der Regel 8 bis 12 Wochen mit etwa 1 bis 2 Kontakten
pro Woche
Ergebnis

Fachliche Einschätzung und Empfehlung für eine
passgenaue weitere Hilfe

Dokumentation und Abschluss

Der Clearingprozess wird fortlaufend dokumentiert. Erkenntnisse,
Beobachtungen und fachliche Einschätzungen werden gebündelt und
bilden die Grundlage für die abschließende Beurteilung.

Zum Abschluss wird eine fachliche Prognose beziehungsweise
Empfehlung für die weitere Hilfeplanung formuliert. Diese kann
konkrete Ziele und Hinweise für die Ausgestaltung einer
anschließenden Hilfe enthalten.

Fachliche Zusammenarbeit und Qualitätssicherung

Das Clearing wird in der Regel durch ein kooperierendes Team aus
psychologischen beziehungsweise therapeutischen und
sozialpädagogischen Fachkräften durchgeführt.

Bei Bedarf können weitere Fachkräfte hinzugezogen werden.
Regelmäßige Teamsitzungen, Fallberatungen, kollegiale Beratung,
Supervision, Dokumentationsstandards und fachliche Fortbildungen
unterstützen die Qualität des Clearingprozesses.

Rechtsgrundlage
§ 27 SGB VIII